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Zu Fuß durch Europa: Tag 28 - 30

Ärzte eilen mir zur Hilfe!

Danke Tim und Martine

Martine, Tim und ich
Martine, Tim und ich

Zwei Stunden verbrachte ich an einer eigentlich gut gelegenen Autobahnauffahrt. Sicherlich nicht die Allerbeste um aus Porto zu kommen, aber wer aus dieser Gegend aus Porto nach Süden möchte, benutzt genau diese Autobahn. Wieder einmal bekam ich Hilfe vom Ausland. Dieses Mal gab es tatkräftige Unterstützung aus Belgien. Sie fuhren mich nicht nur direkt zum Zielort Coimbra, auch eine Pizza gab es oben drauf, mit Cola und portugiesischen Gebäck. Noch beeindruckender war die Wärme die sie mir entgegen brachten. Ich habe mich mit Tim und Martine wunderbar verstanden, weil beide grandiose Charaktere waren. Tim machte ähnliche Erfahrungen wie ich auf seinen Reisen durch Südamerika. Wir redeten über eine Art Energie, welche dafür sorgt, dass alles in die richtige Bahn gelenkt wird. Tatsächlich, wer über eine längere Zeit getrampt hat, der weiß worüber ich hier rede. Irgendwann glaubt man nicht mehr an Zufall. Da sind Kräfte zugange und es liegt an einem selbst diese zu erkennen und zu nutzen. 

Danke Daniel und Filipa

Coimbra sollte meine Übergangsstadt auf dem Weg nach Lissabon sein. Die Stadt liegt gut gelegen zwischen Porto und Lissabon und es sollte ebenfalls die Stadt sein bei der ich das Finale der Fußball Weltmeisterschaft mir anschaute. Die Partie fand ich qualitativ nicht hochwertig, aber schlussendlich bin ich mit Frankreich als Weltmeister zufrieden, war das Land und die Menschen auf der Nordseite sehr zuvorkommend. Für gewöhnlich bin ich für den Außenseiter, doch dieser bemühte sich sichtlich, aber die Spielweise ähnelte an Deutschland in Gruppenphase: Viel Ballbesitz, wenig Torchancen, keine Durchschlagskraft. Frankreich war konsequenter. 

Filipa, Daniel und ich
Filipa, Daniel und ich

Nach dem Spiel ging ich auf Bett-Suche und wurde nach einer Weile rumgehen belohnt. Ein Student verwies mich auf eine Studentengemeinde im Stadtteil Republica. Die Universität ist die 7. älteste der Welt. Die Studentenstadt war aber keineswegs leer. Trotz Semesterferien waren hunderte Sportler in dieser Stadt. Die Europäischen Spiele für Studenten fanden dieses Jahr in Coimbra statt und überall waren die Teams in der Stadt am feiern, Bier trinken und am ausruhen bzw. vorbereiten. Ich ging gerade in die Richtung der Studentengemeinde, da viel mir ein Pärchen auf und ich fragte diese einfach nach einem Schlafplatz und wurde belohnt.

 

Es war eine gute Entscheidung, denn die beiden Ärzte Daniel und Filipa waren freundlich, hatten ein gut eingerichtetes Zimmer für mich und das Abendessen war köstlich und ausgiebig. Aus den Abendgespräch ging hervor, dass Filipa manchmal gute 60 Stunden in der Woche arbeiten muss. Das ist viel zu viel und zeigt wie katastrophal du Arbeitssituation in Portugal ist und das brikäre, sie hat vor einiger Zeit den Job gewechselt und ist jetzt zufriedener. Es ist eher das bessere Übel, aber notwendig um an Geld zu gelangen und ein akzeptablen Lebensstandard zu erreichen. Wenn man die Motivation in den Supermärkten sich anschaut, dann weiß man, hier wird kein gutes Geld verdient und die Menschen machen ihren Job nur um über die Runden zu kommen.

Danke Fátima und José

Ich, Fátima und José
Ich, Fátima und José

Früh wurde gefrühstückt, da Daniel zur Arbeit musste und diese ein Stück weit nach Lissabon führte. An einer Tankstelle an der Autobahn trennten sich unsere Wege. Nach nur wenigen Minuten stehen verhalt mir Alberto nach Lissabon zu kommen. Dank ihn gelang ich an einen Vorort von Lissabon. Nach paar Kilometer gehen und eine weitere Mitfahrgelegenheit war ich in im modernen Teil Lissabons. Es war das erste Mädchen, welches mich ganz allein von Ort zu Ort fuhr. Sie meinte, ich wäre absolut verrückt, niemand würde da stehen um nach Lissabon zu stehen, weshalb sie mir helfen wollte. Nun, ich stand also zum richtigen Zeitpunkt an richtiger Stelle.

 

Mein erster Monat endete bei einer Übernachtung in Fátimas Apartment. Um dorthin zu gelangen musste ich nicht nur in die Altstadt gefahren werden, sondern auch gute drei Stunden suchen. Für portugiesische Verhältnisse hat das echt lange gedauert, aber der Grund ist ein einfacher: Der Tourismus buhmt in dieser Stadt. Ich habe so viele Touristen nach einen Schlafplatz gefragt, weil man natürlich nicht jeden Touristen vom Einheimischen trennen kann. Ich war aber guter Dinge und habe weiter gefragt und mich von meinem Gefühl leiten lassen. Mit ihrem Freund José kauften wir erst noch Stühle und dann aßen wir Abendbrot. Lissabon wird großartig!

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