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Zu Fuß durch Europa: Tag 22 - 24

Sommer, Sonne, Schweiß

Danke Cristina und Michele

Ich nehme es vorweg, was das Reisen angeht war dies der härteste Tag. Auch heute ging es um 12 Uhr los um dann zwei Stunden aus La Coruna zu gehen um an einen Punkt zu gelangen an denen die Menschen wissen wohin du möchtest. Das Wetter war wunderbar für Menschen die sich am Strand die Haut braun kokeln wollten, aber ich hingegen schwitzte literweise Wasser durch die Poren. Mein T-Shirt war komplett nass und auch mein Gesicht wurde zunehmend rot. Im Nachhinein hätte ich mehr Sonnencreme benutzen sollen und beziehungsweise oder öfter auftragen. Es hat sich elend lange hingezogen bis ich aus der Stadt und der Umgebung war. Als ich dann ein Spot fand, dauerte es eine ganze Weile bis mich ein Auto paar Kilometer mitnahm. Grund dafür war, dass sich nach nur wenigen Kilometern, die Straße in mehrere Richtungen aufteilte. Nach Santiago ging es nicht wie sonst über eine Autobahn, sondern mit der kostenosen Straße. Diese wurde aber kaum befahren.

Cristina, Michele und ich
Cristina, Michele und ich

Umso erstaunlicher, dass ich im Verhältnis von dem Moment an, an dem ich das erste Mal aufgenommen wurde, nie länger als eine Viertelstunde warten musste. Dieser gute Schnitt setzt sich auch in Santiago fort. Direkt beim ersten Restaurant bekam ich Orangen und Kekse. Nach rund einer halben bis dreiviertel Stunde fand ich mein Bett bei Cristina und Michele. Vielleicht liegt es an dem heiligen Ort. Der in Deutschland als Jakobs-Weg bekannte Weg findet hier an einer Kathedrale seine Endstation. Für mich ist hier noch lange nicht Schluss, aber es ist schön so viele Menschen glücklich ankommend zu sehen. Und wow... so viele Menschen leiden unter Blessuren. Verbände an Knöchel und Bein wohin das Auge reicht.

 

Cristina und Michele machten keine großen Anstalten. Sie hatte ein Zimmer mit Bett frei und deswegen konnte ich hier schlafen. Es wurde noch besser. Wir gingen zu einer Geburtstagsparty bei der ich natürlich keine Person kannte. Genauso wie Sara, die aus Kalifornien kam um ihre Schwester zu besuchen. Diese, namentlich Rose, war nur wenige Monate älter als ich, hatte rote Haare und grüne Augen. Sie war frech und zugleich sympathisch und wir drei redeten eine Menge und hatten viel Spaß. Es war, als wäre ich Leonardo di Caprio auf der Titanic, der seine Rose ebenfalls nie wieder sehen wird, als ich die Party früher verlassen musste. Ganz so schlimm war es nicht, aber ich habe sie für eine kurze Weile, direkt nach dem Verlassen der Party vermisst. Es war schön, sich mit einem Menschen wieder so gut zu verstehen. 

Danke Leticia und Pablo

Am morgen ging es aus der Wohnung direkt in den Supermarkt um mir was zu Essen zu holen. Gelb bezahlte ich nicht. Der Ladeninhaber gab mir ein paar ältere Früchte, Obst, Brot und Fisch. Während ich auf der Bank saß kam ein älterer Herr zu mir und gab mir noch ein paar Kirschen auf die Hand. Um aus Santiago rauszukommen bedurfte es einen weiteren Herrn, welchen ich ansprach. Dieser meinte, an meinem Spot wäre es schwierig rauszukommen und er fuhr mich einen Kilometer und somit in die richtige Richtung. Nach gefühlt mehreren Sekunden hielt schon ein Auto und fuhr mich direkt nach Vigo. 

Ich, Pablo und Leticia
Ich, Pablo und Leticia

In Vigo ging ich ein wenig umher. Ruhte mich im Schatten aus und las mein Buch. Später ging ich wieder zu einem Supermarkt, doch die Verkäuferin konnte kein Englisch. Ein Mann übersetzte für mich, dieser konnte sogar deutsch und weil der Supermarkt abgelaufene Produkte an eine Hilfsorganisation stiftet, kaufte er für mich Bananen und Paraguayos. In folgedessen brauchte es nur eine halbe Stunde bis ich bei Leticia und Pablo ein Bett für mich gefunden hatte. Zum ersten Mal musste ich ein wenig mehr Überzeugungsarbeit leisten. Mein in deutsch übersetzter Spruch: „Entschuldigung, darf ich eine Frage stellen? Ich reise durch Europa und das ohne Geld. Ich bin ein Blogger aus Deutschland und möchte andere Menschen zeigen, dass man dank der Liebe anderer Menschen reisen kann. Hast du ein Platz zum Schlafen für mich?“ überzeugte nicht direkt und so redeten wir eine weitere Minute über mich... Überzeugt!

 

Mit der Lehrerin Leticia ging ich in die Stadt und zu den schönsten Ort der Stadt: Ein Hügel mit Ausblick auf die ganze Stadt und den Ozean. Wir besichtigten die Altstadt und den Hafen. Es war die bisher hässlichste Stadt Spaniens, die ich während meiner Tour besichtigt hatte, doch die Menschen waren nett zu mir und der Ausblick war sensationell. Es gab zum Abendbrot lecker Tortilla und vieles weiteres. Auch die Getränke waren regionale Spezialitäten. Leicht angeheitert ging es nach der Arbeit ins Bett.

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Kommentare: 2
  • #1

    Leonie (Mittwoch, 11 Juli 2018 16:22)

    "Diese, namentlich Rose, war nur wenige Monate älter als ich, hatte >rote Haare und grüne Augen<. Sie war >frech< und zugleich sympathisch"

    Immer diese Klischees :D:D

  • #2

    DearDaniel (Donnerstag, 12 Juli 2018 01:10)

    @Leonie Rose hat mich 2 mal angelogen, das ist frech!