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Zu Fuß durch Europa: Tag 20 - 22

Die Maschine läuft - der Mensch säuft

Danke Emeline und Enrique

Es brauchte nur eine Mitfahrgelegenheit um direkt nach Gijon zu gelangen. Dort nahm ich eine ausgewogene Mahlzeit zu mir und sonnte mich am Strand. Natürlich unterschätzte ich die Sonne und bekam einen leichten Sonnenbrand. Vielleicht lag es an der wieder scheinenden Sonne, doch die Menschen liefen vermehrt mit einem freundlichen Gesicht durch die Stadt. Ebenfalls war ein kleiner Markt in der Stadt und die Leute amüsierten sich in den Fahrgeschäften. Sie aßen, kauften Sachen hörten Musik und nahmen an Vorlesungen teil. Die ganze gute Laune machte das Suchen nach einem Bett nicht einfacher.

Ich, Emeline und Enrique
Ich, Emeline und Enrique

Auch wenn dieser Tag ein Samstag war, in Spanien bleiben die Menschen gerne länger wach. Für gewöhnlich essen sie auch noch spät. Natürlich ist es Sommer und ich weiß noch nicht, ob sich das zur Winterzeit ändert, aber ich habe das Gefühl, dass der Tag selbst für Arbeiter in Spanien mit dem Mitternachts-Gong endet. Es muss wieder einmal gegen 23 Uhr gewesen sein, die Sonne war schon untergegangen, da traf ich auf Emeline und Enrique. Enrique war ein Freund von Emeline, aus Madrid zu besuch, und Emeline kommt ursprünglich aus Frankreich und arbeitet in Gijon. Ich durfte bei ihr übernachten und sie gaben mir Pizza aus, welche wir nahe des Ozeans aßen. Sie hatte also kein Bett mehr frei, aber die Coach tat es auch.

 

Ich verstand mich mit beiden ganz gut und so überraschte es nicht, dass wir noch gemeinsam in der Stadt frühstückten. Zudem wollten die beiden einen Freund bei der Renovierung eines Hauses helfen und obwohl das Haus in der entgegen gerichteten Richtung liegt, brachte mich Enrique zu einen guten Spot. In Giyon sagte mir ein Mann, während ich auf der Suche nach einem Schlafplatz war, es sei unmöglich innerhalb eines Tages via trampen von Giyon nach La Coruna zu kommen. Er lachte mich ein Stück weit aus. Fünf Stunden nach dem Aussetzen war ich in La Coruna. Er wird nie erfahren wie leicht es für mich war. 

Danke Ramon

Wie immer schaute ich mir die Stadt ein wenig an. Giyon und La Coruna haben viel gemeinsam, wenn man von der Struktur der Stadt ausgeht. Ein Unterschied gab es: In La Coruna bekam ich den Zuspruch für einen Schlafplatz noch während die Sonne schien. Auch wenn es wieder zwei Stunden gebraucht hat, so war Ramon für mich zur Stelle. Zusammen mit zwei Freundinnen gingen wir erst zu einer abgelegenen Stelle. Hier finden Rave-Party statt und die Sprayer lassen ihre Fantasie spielen. Es war offenbar auch nicht unüblich als Frau sich freizügiger zu zeigen.

Ich und Ramon
Ich und Ramon

Gemeinsam schauten wir uns noch ein wenig die Stadt an, ehe Ramon und ich in seine Wohnung gingen. Er hatte noch was zu Essen über und erwärmte dies für mich. Außerdem zeigte er mir sein Projekt. Dies bestand daraus aus Plastik verschiedene Gegenstände herzustellen. Der Junge investiert da eine Menge Zeit in die Arbeit und hat zugleich sein Studium zu meistern. Ich denke Ramon hat etwas gefunden, was seine Kreativität ausleben lässt und zugleich finanziell erfolgreich werden kann, vorausgesetzt, er findet die richtigen Abnehmer. Ich schaute mir seine Arbeitsprozesse an und während die Maschine lief, gingen Ramon und ich ein Bier trinken.

 

Wieder angekommen war das Plastikstück fertig. Die Qualität war gut und wir konnten uns in Ruhe schlafen legen. Mein Schlafplatz war besonders ausgefallen: Eine Art Riesenkörnerkissen, so groß wie ein Decke, auf der ich dann eine Decke drunter legte und eine weitere zum Unterlegen und es schlief sich überraschenderweise gut darauf. Es ist schwierig bei einer langen Nacht Zeit für die Arbeit zu finden. Als ich schrieb, wir waren noch ein Bier trinken, meinte ich, wir waren erst gegen 3 Uhr morgens wieder in der Wohnung. Am nächsten Tag ging es um 12 Uhr aus der Wohnung. Dazwischen musste geschlafen, gegessen und gearbeitet werden. Natürlich hat mein Bog nicht die selbe Priorität wie schlafen und essen. Zumal ich das Hungergefühl hin und wieder während dieser Tour spüre. 

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