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Zu Fuß durch Europa: Tag 18 - 20

In Spanien nennen sie es Fiesta

Danke Gerardo und Iovana

Paco, Jesús und ich
Paco, Jesús und ich

Aus Bilbao kam ich relativ gut weg. Zwar musste ich eine Stunde lang aus der Stadt gehen um dann an einem eher schlechten Platz zu stehen, doch von dort aus kam ich auf die Autobahn und nach ein bisschen warten fuhr ich bis ca. 20 Kilometer vor Santander. Mein Ziel Llanes war der nachfolgende Ort. Es dauerte wieder nicht zu lange bis ein Mann, für den Paket-Service arbeitend, mich mitnahm. Dieser würde zumindest Santander um 18 Uhr erreichen. Um 12 Uhr war ich gestartet. Mittlerweile war ich die spanischen Verhältnisse gewohnt. Um besser nach Llanes zu kommen ließ er mich an einer Tankstelle raus, die gut gelegen war. Allerdings wurde diese kaum besucht und es dauerte Stunden bis mich jemand mitnahm. Um 20 Uhr erreichte ich zumindest Santander. 

Direkt kümmerte ich mich um ein Schlafplatz und nach einer halben Stunde unterstützten mich Paco und Jesús. Wir gingen von Ort zu Ort. Doch die Kirche, wie auch andere Anstalten konnten nicht helfen. Die Jungs hingegen kauften mir Essen für den nächsten Morgen und auch ein Abendbrot gaben sie mir aus. An einen gut besuchten Platz verabschiedeten wir uns. Alleine machte ich mich nun auf die Suche und die Nacht brach an. Gegen ca 23 Uhr wurde ich fündig.

Sara, Gerardo, Iovana und ich
Sara, Gerardo, Iovana und ich

Gerardo und Iovana spazierten mit der Freundin Sara durch die Stadt. Ich sprach die Gruppe an und Gerardo sowie Iovana hatten ein Sofa für mich. Zusammen spazierten wir zum Auto und fuhren zum Apartment. Hier konnte ich meine Wäsche waschen, schlafen, essen, arbeiten und duschen. Gegen Mittag fuhren wir gemeinsam zu einem Park außerhalb der Stadt, wo sie mich an einer gut gelegenen Stelle raus ließen. Nach einem anstrengenden Tag war ich froh diese netten Menschen getroffen zu haben. Der Abschied viel wie immer nicht leicht.

Danke David

David und ich
David und ich

Dieses mal gestaltete sich das Trampen einfacher und ich kam zügig nach Llanes. Mit einer ganz anderen Einstellung versuchte ich ein Schlafplatz zu finden. Die letzten drei Tage waren mühsam, also saß ich mich auf eine Bank und wartete. Zum einen um mich auszuruhen und zum anderen, weil ich nicht wieder so lange rumgehen wollte. Llanes ist eine kleine Stadt und so auch das Zentrum. Die Chance war groß die passende Person hier abzufangen und so war es dann tatsächlich auch. Wenige Minuten später lief David an mir vorbei. Ich stoppte ihn und fragte ihn, ob er mich aufnimmt. An diesem Tag verlief es genau nach meiner Vorstellung. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 

Ich hatte ein eigenen Raum mit Bett in dem ich mich kurz schlafen legte, während David arbeitete. Am Abend aßen wir Crepes, tranken Bier und eine Menge Cidre. Beim Cidre ist es wichtig das Glas aus großer Distanz zu befüllen damit die Flüssigkeit aufsprudelt und ihren Geschmack besser entfaltet. Man trinkt nicht mehr als einen großen Schluck. Sollte dann noch etwas im Glas sein wird der Inhalt einfach ausgekippt. Mit zwei Freunden gingen wir zu einem Festival. Zwar konnten wir nicht auf das Gelände, aber die Musik war gut hörbar und die Bühne sichtbar. Es wurde viel spanischer Rock gespielt. Das Lineup sagte mir nichts und auch die Jungs kannten diese Bands nicht. Bekanntere Bands sollen wohl am folgenden Tag auf der Bühne stehen.

Mit anderen Freunden ging es in den Ort und wir tranken Bier an einer Bar mit Tanzbereich. Eines der Mädchen hatte sich in mich verguckt. Ich habe für sie nichts empfunden, keine Magie gespürt und es wurde auch zu keinem Zeitpunkt intim. Zudem hatte ich das Gefühl sie würde ein Spiel mit mir spielen und darauf hatte ich nun wirklich keine Lust. Insgesamt war dieser Abend mit den Mädels und Jungs sehr unterhaltsam. Wir haben viel gescherzt, gelacht und getrunken. Nach einem Döner spazierten David und ich noch ein wenig herum. Kurz darauf legten wir uns schlafen.

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