· 

Zu Fuß durch Europa: Tag 14 - 16

Viel Romantischer als Paris!

Danke Nicolas und Thaïs

Nicolas, Thaïs und ich
Nicolas, Thaïs und ich

Am Morgen blieb kaum Zeit. Ich füllte meine Trinkflasche und dann brachte mich Marthe zu einem guten Spot. Allerdings wollte keiner so recht in die selbe Richtung wie ich: Bordeaux. Nach über zwei Stunden warten hielt doch jemand an. Dieser brachte mich nur 2 km auf die Autobahn zur nächsten Tankstelle, doch genau das hatte ich gebraucht. Dort musste ich nur wenige Minuten warten bis Nicolas mich herwinkte und er mich mitnahm. Nicolas und Thaïs gaben mir eine Flasche Wasser und schmierten mir sogar ein Brot. Die Flasche Wasser war nach Ende unsere Fahrt leer, da das Wetter sich besonders heiß anfühlte. Im Auto hörten wir verschiedene Musik, darunter Schatteman & Couvreur. Der Sänger ist der Vater jener Person, welche mich nach dutzende Kilometern zum nächsten Parkplatz fuhr. Beide waren sehr gut drauf und machten eine kleine Tour durch Frankreich.

Danke Sayah und Marion

Von diesem Rastplatz dauerte es nicht lang bis ich direkt nach Bordeaux gebracht wurde. Bordeaux war für mich die bisher schönste Großstadt Frankreichs. Ich bekundigte die Stadt, bekam was zu Essen und fragte knapp eine Stunde nach einem Schlafplatz. Fündig wurde ich bei Sayah und Marion. Das Pärchen zeigte mir auf dem Nachhause-Weg noch paar Sehenswürdigkeiten. Sayah ist Mathematiklehrer und macht viele verschiedene Aktivitäten. Auch er hat Eckhart Tolle gelesen und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung. Unfassbar, wie gut gelaunt und begeistert er war, wenn es darum ging mir Dinge zu zeigen. Ich hätte ihm nicht angesehen, dass er selber Kampfsport gemacht hat, doch vielleicht macht genau das ihn zum ausgewogenen Menschen. 

Ich, Sayah und Marion
Ich, Sayah und Marion

Wir aßen Spagetthi mit Cordon Bleu, Joghurt und Käse. Kurz bevor wir mit dem Fahrrad noch durch die Stadt fahren wollten, fing es an zu Gewittern und wir mussten die Fahrräder wieder zurückstellen. Nichts desto trotz war es ein angenehmer Abend und das stetige Lächeln von Sayah war einfach herzerfrischend. Nach dem Frühstück ging es mit einer Karte, ausgedruckt von Marion, durch die Stadt. Es waren einige Punkte markiert, welche ich mir noch anschauen sollte, bevor ich die Stadt verlasse. Ich traf auf viele gut gelaunte Menschen, während ich verzweifelt auf die Karte schaute. Im Park, wollte man mir sogar Gras zum Freundschaftspreis verkaufen, doch lieber spielte ich mit einen kleinen Jungen ein Basketballspiel. 

Danke Maxence und Alix

Ich, Maxence und Alix
Ich, Maxence und Alix

Ein junges Pärchen nahm mich mit auf dem Weg nach Biarritz. Marion meinte, diese Stadt sei sehr schön und in dieser Gegend sind viele Surfer aufzutreffen, da die Wellen hier besonders hoch sind. Maxence und Alix waren ebenfalls auf dem Weg zum Strand und so nahmen sie mich ein ganzes Stück mit. 19 und 18 Jahre waren die beiden jung, doch hatten genug Selbstbewusstsein mich mitzunehmen und wir hatten im Auto ein kurzweiliges Gespräch. Da diese beiden allerdings nicht zum selben Strand wie ich wollten, verabschiedeten wir uns an eine gut gelegenen Stelle, bei der ich schnell ein weitere Mitfahrgelegenheit fand. 

Danke Soleane

Man schmiss mich direkt in der Innenstadt von Biarritz raus und nach wenigen hundert Metern war ich direkt am Strand angelangt. Zum ersten sah ich „das große Wasser“ und es war atemberaubend. Diese unendliche Weite, kein Land im Sicht, einfach großartig. Ich ging den Strand entlang und sah eine Frau sich gerade abtrocknen und fragte sie nach einem Schlafplatz. Es war mein erster Versuch und ich war sofort erfolgreich. Wir gingen in ihre Wohnung, aßen Bienenspezialitäten um dann in der Nähe der Küste Fischspezialitäten zu Essen. Soleane hat eine Menge Geld dort hingeblättert. Das Essen war sehr lecker und ich habe die Zeit mir sehr genossen. Sie war 38 Jahre alt, doch die Chemie zwischen uns stimmte. 

Ich und Soleane
Ich und Soleane

Sie zeigte mir paar wunderschöne Ausblickpunkte und den Ort, wo die Asche ihrer Oma verstreut wurde. Wir redeten über Privates und über die Zukunft der Menschheit. Sie meinte, ich wäre ein fantastischer Mann und dem kann ich nichts hinzufügen. Sie ist eine sehr intelligente Person die meine Qualitäten sofort erkannt hat. Spaß beiseite, man hat einfach gemerkt, dass das Alter kaum eine Rolle spielt, um sich gut zu verstehen. Arm in Arm gingen wir einen Anstieg hoch, natürlich nur, weil sie erkältet war und zu schwach um ohne Hilfe hoch zu kommen. Bis zur Mitternacht verbrachten wir Zeit um die Stadt und uns besser kennen zulernen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0