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Zu Fuß durch Europa: Tag 0 - 1

Ein Strich geht durch West-Europa

Bevor ich meine größte Tour starten konnte, musste ich gewisse Vorkehrungen treffen. Auch wenn ich ab nun ein simples Leben führe, ohne vorherigen Aufwand ist dieses Leben nicht möglich. In meinem ersten Blogartikel über die West-Europa-Tour geht es um die Vorkehrungen, die ich getroffen habe, bis hin zum ersten Tag.

Papierkram...

Zwei wichtige Verträge musste ich abschließen. Nummer Eins ist die Krankenversicherung. Diese finanziere ich nun privat durch mein Erspartes. Ca. 180€ werden mir nun monatlich abgezogen. Zurzeit lebe ich nur durch meine Rücklagen. Ich habe mich nicht darüber informiert, ob man sich von der Krankenversicherung befreien kann, wenn man im Ausland unterwegs ist. Ich weiß auch nicht wie sinnvoll das wäre. Der vernünftige Menschenverstand sagt wohl, es wäre sicherer eine zusätzliche Versicherung für das Ausland abzuschließen. Diese Sicherheit habe ich nicht. Das ist ein Risiko mit dem ich lebe. Leichtsinn oder Sparfuchs. Es ist wie es ist.

 

Der andere Vertrag ist die Kündigung meines aktuellen Jobs. Ich bin offiziell arbeitslos und lebe von der Gutmütigkeit anderer Menschen. Natürlich hätte ich auch einfach nicht mehr zur Arbeit hingehen können. Mein Arbeitgeber würde schon merken, dass ich unpässlich bin, aber das halte ich für einen sehr stumpfen Weg. Zudem ergibt sich in meiner Situation voraussichtlich die Möglichkeit erneut bei meinem alten Arbeitgeber zu arbeiten.

 

 

Auch wenn Spotify und Netflix keine Briefe benötigen um sie zu kündigen, die Klicks auf Paypal sind notwendig um unnötige monatliche Kosten zu vermeiden. Genauso wie bei der GEZ musste ich darauf achten, laufende Abonnements zu kündigen. Rund 30€ erspare ich mir monatlich dadurch.

Besorgungen...

Während ich bei meiner Deutschlandreise lediglich Kleidung, ein Handy, eine Videokamera, Bücher, Reinigungsartikel für den Körper und einen Atlas dabei hatte, so ist es dieses mal statt dem Handy ein Laptop. Einen Atlas muss ich mir noch zulegen.

 

 

Ein gutes Schuhwerk, sowie einen großen Rucksack, Schlafsack und ISO-Matte waren bereits vorhanden. Meine Kleidung ist sehr leicht und ich muss zugeben, das schwerste Objekt in meinem Rucksack ist der Laptop. Ich werde nichts entbehren können. Die Kilos müssen getragen werden und ja... der Rucksack ist auf Dauer schwer, aber deutlich leichter als zu Anfang meiner Deutschlandreise. Man lernt dazu.

Die Abschiedsfeier!

Ich persönlich bin ein großer Fan von Feten. Ich liebe es bei tanzbarer Musik und kühlen Getränken meine Freunde beisammen zu haben. Der Großteil meiner engsten Freunde sind meiner Einladung gefolgt und ich hatte noch ein paar nette Gespräche.

 

 

So ein Abend kann eigentlich nicht lang genug sein um mit jedem der Gäste ausgiebigen Kontakt zu haben, jedoch sind die Wenigsten bis zum Schluss geblieben und so hatte ich das Gefühl mich bei vielen nicht vernünftig verabschiedet zu haben. Ich hätte den ein oder anderen Tanz auslassen sollen und in so manchen Gesprächen auf meinen stumpfen Humor verzichten sollen. Das hätte für mehr Nähe gesorgt. Wenn ich so reflektiere, habe ich bei der Abschiedsfeier, welche zugleich auch mein Geburtstag war, gemischte Gefühle. Dafür bin ich selbst verantwortlich. 

Willkommen in Belgien

Um 3:00 Uhr in der Früh ging es von meiner Abschiedsfeier direkt mit dem Auto nach Wavre in Belgien. Ich schlief während mein Cousin uns beide dorthin fuhr. Um 10 Uhr ging es in den Freizeitpark vor Ort. Walibi hatte einige Attraktionen die mir Freude bereiteten, doch ich war schon in besseren Freizeitparks und auch der Walibipark in Holland hat mir ein Tick mehr Spaß gemacht.

 

Den Abend verbrachten wir erst in der Innenstadt um Pizza zu essen und ein Bier zu trinken. Währenddessen wir unser Bier tranken, sorgte Karaoke für eine gute Stimmung im Lokal. Ein Mann stach mit blendender Stimme heraus. Er erntete viel Applaus und auch wenn wir ebenfalls gefragt wurden, ob wir singen möchten, so ist französisch nicht ganz unser Ding.

 

Die Nacht im Hotel war noch einmal sehr entspannend und das Frühstück ausgiebig. Wir fuhren nach Brüssel und schauten uns viele Malereien an, die man an den Häuserwänden betrachten kann. Ringsherum waren zum Teil wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Doch sieht man in die Seitengassen hinein, zeigt die Stadt nicht nur Schönes. Wenn es dort so weiter geht, fällt der Putz noch von der Decke.

 

Nach dem wir ordentlich gegessen haben, schauten wir uns gemeinsam das Deutschland-Spiel gegen Mexiko an. Das Spiel war neben zwei Brasilien-Fans nur schwer zu ertragen. Aber ich verließ den Laden mit einem Lächeln und habe den beiden Glück für das Spiel gegen die Schweiz gewünscht. Ob diese ein paar Stunden später immer noch so freudig drauf waren?

 

 

Nur wenige Minuten später folgte die Verabschiedung von meinem Cousin. An einem Seitenstreifen gab es die letzte Umarmung eines bekannten Gesichts. Nun bin ich auf mich allein gestellt. Nun heißt es jeden Tag aufs Neue: Wo schlafe ich Heute?

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Kommentare: 3
  • #1

    Dennis (Samstag, 23 Juni 2018 13:33)

    Viel Spaß weiterhin Digga!

  • #2

    DearDaniel (Samstag, 23 Juni 2018 13:34)

    @Dennis Danke!

  • #3

    Lisette (Samstag, 23 Juni 2018 15:24)

    Die Party war super! Ich hoffe du hast dein Geschenk mitgenommen ;)
    Pass gut auf dich auf und genieße die Zeit!